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17. Dezember 2012 (Montag)
Dieser Winter-Regen…….
Der Chor gab sein erstes Konzert in Frankreich, in Wintzenheim

Aufgrund des Regens wurde eine geplante Wanderung und ein Besuch auf dem Weihnachtsmarkt in der französischen Stadt Colmar abgesagt. Regen trommelt an die Fenster des Busses und die dunklen Wolken verstecken die Schönheit der veränderten Landschaft.

Wir sind in Frankreich. Von Colmar nach Wintzenheim – wo wir singen - sind es nur ein paar Kilometer. Mit Eile fahren wir an allen Verkehrszeichen vorbei, der Regen wurde stärker, aber wir kamen in Wintzenheim mit deutscher Pünktlichkeit auf die Minute an.

Bis zum Konzert hatten wir noch zweieinhalb Stunden. Solch eine Menge freie Zeit animiert uns zu einem ungewöhnlichen Experiment. Vadim Alexandrowitsch hat beschlossen, eine neue Aufstellung des Chores zu versuchen. Jungen und junge Männer wurden untergebracht im runden Raum der riesigen Kirche, im Halbkreis entlang der Wände. Der Ton umgab so von allen Seiten den Zuschauer. In dieser Anordnung erklang das «Ave Maria» von Schubert. Das Experiment war so erfolgreich, dass der Leiter die Chance nutzen möchte, es bei dem nächsten Konzert zu wiederholen.

Die Kirche war trotz des schlechten Wetters und des unbequemen Wochentages brechend voll. Wir waren moralisch auf die Begegnung mit dem reservierten französischen Publikum vorbereitet, aber das Publikum war überraschend freundlich und emotional. Die Zuhörer nahmen jedes Lied – auch die religiöse Musik – mit außergewöhnlicher Begeisterung auf. Die Solisten, Timur Sosnowjetz und Pavel Potapov, experimentieren mit dem Lied "Ave Maria" und erregten großes Aufsehen, es hatte alle unsere Erwartungen übertroffen.

Das Publikum wollte vom Chor mehrere Zugaben. Das Konzert dauerte fast eineinhalb Stunden, statt der geplanten einen Stunde. Die Menschen verließen den Raum ungern, aber in Hochstimmung.

Zum ersten Mal waren wir zum Abendessen in einem französischen McDonalds. Wenn Sie es vergleichen mit denen, welche wir in Finnland, Schweden, oder auch in Deutschland besucht hatten, dann ist der Vergleich zu der letzt genannten Orten nicht gut. Wir waren angenehm überrascht von der Sauberkeit, dem Komfort, der Geschwindigkeit und Qualität dieser Dienstleistung, der Aufmerksamkeit und Freundlichkeit und der Haltung gegenüber so vielen Kindern, von denen jeder ein Spielzeug erhalten hatte, und mit Eis überrascht wurde. Auch hier haben wir festgestellt, dass der Begriff "Französischer Charme" - nicht nur leere Worte sind.