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16. Dezember 2012 (Sonntag)
Weihnachten beginnt in Bühl…..
Der Konzertchor nahm am Gottesdienst teil und gab ein Solo-Konzert

Bühl - eine unserer beliebtesten Städte in Deutschland. Es ist schwer zu sagen, wie oft wir schon hier waren, aber immer ist hier eine besondere Weihnachtszeit. In Bühl verbringen wir vier Tage. Nun heute – das erste Mal – wurde dem Chor erlaubt, den christlichen Feiertag zu genießen.

Zum morgendlichen Gottesdienst kamen wir früh, um Zeit zum wach werden zu haben. Die Stimme weigerte sich kategorisch zu gehorchen. Aber - wie es oft der Fall ist -, überwindet der Wunsch die Möglichkeiten. Wir waren ins sehr guter Form und haben sehr gut „Wir singen Dir“ von Rachmaninov wiedergegeben, dass konnten wir selbst nicht glauben. In der Regel sagt man in solchen Fällen „ mit kribbeln auf der Haut“.

Die restliche Zeit vor dem Gottesdienst widmet Vadim Alexandrowitsch einer Geschichte von einem hervorragenden Pädagogen Polens - Janusz Korczak. Vielleicht machte diese tragische Geschichte einen starken Eindruck auf die Kinder, und kann dann gewöhnliche Wunder geschehen, aber es war Unerklärlich: Während des gesamten Gottesdienstes, fühlten wir die Gegenwart Gottes. Dies geschieht sehr selten, und ist fast immer unberechenbar.

Um über den Weihnachtsmarkt schlendern zu können, erhielt jeder Junge heute fünf Euro. Diese Tradition gibt schon durchgehend seit vielen Jahren. Die Kinder haben sich sofort vor der Waffelbude aufgereiht. Die Verkäufer waren in einer Zwickmühle. Die Waffel kostete zwischen einem Euro (mit Puderzucker) bis 1,30 Euro (mit Schokolade oder Sirup) und jeder Junge hatte nur einen 5-Euro-Schein. Schon nach dem ersten dutzend Kinder konnte der Verkäufer kein Kleingeld mehr herausgeben. Wadim Alexandrowitsch schlug vor, den Preis generell auf einen Euro zu senken, aber dadurch wäre das Problem nicht gelöst worden. Unser Besuch, Bea Inngauer, hat den Kindern geholfen. Sie äußerte den Wunsch die Waffeln für den Rest der Kinder zu bezahlen und rettete damit die Situation. (Ich habe ein bisschen anders geschrieben als Du im russischen Text. Die Kinder genossen es, ihr Geld auf dem attraktiven Weihnachtsmarkt zu verschwenden und fühlten sich vollständig frei und glücklich.

Nach dem Mittagessen fuhren wir erneut nach Bühl. In der Stadt wollten wir – wieder auf dem Weihnachtsmarkt – eine Werbeveranstaltung mit dem Truck von der Firma Coca-Cola besuchen. Es wurde eine spektakuläre Show erwartet: Spiele, Tricks, Wettbewerbe, musikalische Auftritte. Doch – wie böse – die ganze Veranstaltung fand im strömenden Regen statt und wurde – zur Verärgerung unserer Kinder – in Deutscher Sprache abgehalten. Es war für niemanden interessant und so baten die Kinder, wieder nach Hause zu fahren. So mussten wir wieder zurück fahren.

Das Abendkonzert verging schnell wie ein Augenblick. Manchmal drangen von draußen Pop-Rhythmen in die Kirche des Heiligen Peter und Paul, aber sie waren nicht in der Lage, uns zu widerstehen. Den Beweis dafür haben die Worte von Pastor Geisler während einem freundlichen Abendessen geliefert. Er dankte dem Chor für den schönen Gesang und äußerte die Hoffnung, dass unsere gemeinsame Freundschaft sich noch viele Jahre fortsetzen wird.